Corona-Krise: Der große Crash

Allgäuer Wirtschaftsmagazin, Ausgabe Juni 2020

Was passiert, wenn unser Geld von heute auf morgen nichts mehr wert ist? Es sind unwahrscheinliche Szenarien, die Finanz­ experte Florian Herfurth von der Finanz­ boutique in Kempten durchspielt. Unwahr­ scheinlich, aber nicht unmöglich. Wir alle erinnern uns noch an das Griechenland von 2010 zurück. Als das Land kurz vor dem Staatsbankrott stand und die EU rettend einspringen musste, betrug die Staatsver­ schuldung gemessen am Bruttoinlands­ produkt über 140 Prozent. 2015 durften griechische Bürger nur noch maximal

60 Euro pro Tag am Geldautomaten abhe­ ben, weil dem Land das Bargeld ausging. Lange Schlangen verzweifelter Griechen bildeten sich vor den Banken – in den Nachrichten konnte es die ganze Welt mit­ erleben. Und heute, über ein Jahrzehnt nach der abgewendeten Staatspleite? Für 2020 wird eine Staatsverschuldung zwi­ schen 170 und 190 Prozent prognostiziert, eine deutliche Verschlechterung seit 2010. Doch Griechenland ist längst nicht das ein­ zige Land in der EU, das mit einer hohen Staatsverschuldung kämpft. Florian Herfurth rät:„Schützen Sie ihr diszipliniert angespar­tes Vermögen, indem Sie einen Anteil davon im Ausland verwahren.“

Sicherer Hafen außerhalb der EU

Wenn der erfahrene Finanzberater vom Ausland spricht, meint dieser EU-unabhängige Länder wie die Schweiz oder Liechtenstein. Denn neben Griechenland ist mit Italien, Spa- nien, Frankreich und vielen weiteren Ländern die Liste hochverschuldeter EU-Staaten lang – die aktuelle Coronakrise trägt ihren Teil zu einer weiteren Verschlechterung der ohnehin angespannten Lage bei. In der Schweiz liegt die Staatsverschuldung hingegen lediglich bei 40, in Liechtenstein sogar nur bei fünf Prozent.

Doch das sind längst nicht die einzigen Vorteile der beiden Länder. In Deutschland fällt im Konkursfall das von den Versicherungsnehmern in die Lebens- oder Rentenversicherung eingezahlte Vermögen in die Bilanz, das heißt, ist der Versicherer pleite, ist auch die mühsam angesparte Altersvorsorge für immer weg. Der Versicherte hat zwar eine Forderung gegenüber dem Versicherer, der diese im Insolvenzfall jedoch nicht bezahlt kann. „Das ist eine für viele unbekannte, aber reale Gefahr, denn das Gesetz wäre auf Seiten der Versicherungsgesellschaften. Mit dem Paragraphen 314 im Versicherungsaufsichtsgesetz gibt es eine rechtsgültige Regelung.

Ähnlich verhält es sich mit Zwangsabgaben in Ausnahmesituatio- nen. Die SPD forderte jüngst eine einmalige verpflichtende Abgabe von sieben Prozent ab einem Vermögen von 100.000 Euro. Die Gesetzesgrundlage für eine solche Forderung existiert schon heute“, erklärt Herfurth und ergänzt: „In der Schweiz und in Liechtenstein sind die Finanzprodukte wesentlich flexibler aufgestellt und das in Lebens- oder Rentenversicherungen eingezahlte Guthaben steht im Konkursfall immer demjenigen zu, der dieses eingezahlt hat. Deshalb ist es ratsam, über eine ergänzende Vermögenssicherung im Ausland nachzudenken. Unabhängig von den finanziellen Entwicklungen innerhalb der EU kann so im Notfall zusätzliche Liquidität generiert werden.“

Vertrauensvoller Ansprechpartner

Der Generationenbanker der Finanzboutique hat Verständnis dafür, dass die komplexe, kaum zu durchschauende Finanzwelt für Laien überfordernd sein kann. Wichtig sei es jedoch, bei teils existenziellen Entscheidungen über die eigene Vermögenssicherung nicht blind auf das eigene Halbwissen zu bauen, sondern einen unabhängigen Finanzexperten zurate zu ziehen. „Wer sich einen neuen Fernseher kauft, vergleicht aufwendig das Preis-Leistungs-Verhältnis sämtlicher Modelle.

Bei Finanzprodukten sollte jeder genauso akribisch vorgehen und nicht nur auf die Angebote der jahrzehntelangen Hausbank vertrauen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es auf dem freien Markt bessere als die hauseigenen Produkte gibt“, so Herfurth, der für seine Kunden in einem kostenlosen Erstgespräch eine Bestandsanalyse durchführt und prüft, wie breit das Risiko gestreut ist, um auch in Krisenzeiten sicher aufgestellt zu sein. Bei der Vermögenssicherung sollte keine wertvolle Zeit verloren werden, schließlich sei es keine Neuigkeit, dass die gesetzliche Absicherung allein im Alter nicht ausreichen werde, um den aktuellen Lebensstandard zu erhalten. „Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Zukunft. Diesen Weg müssen Sie nicht allein beschreiten“, versichert Florian Herfurth.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel aus dem Allgäuer Wirtschaftsmagazin:

Allgäuer Wirtschaftsmagazin Corona-Krise 20-06

 

Versicherungen im Ruhestand – was ist wirklich notwendig?

Versicherungen im Ruhestand – Sinn und Unsinn

Versicherungen im Ruhestand

Wer seine Versicherungen auch im Ruhestand regelmäßig überprüft, kann viel Geld sparen

Versicherungen sind für die meisten Menschen ein eher lästiges Thema, dabei können sie die Auswirkung von eingetretenen Schäden finanziell minimieren. Aus Sicht der Verbraucher kosten sie viel Geld und leisten im Bedarfsfall nichts oder nur wenig. Trotzdem schlummern viele Versicherungsverträge angestaubt in Aktenordnern vor sich hin und werden nie mehr überprüft. Was dringend notwendig wäre, denn manche im Erwerbsleben sinnvollen Absicherungen sind im Ruhestand nicht mehr (im bisherigen Ausmaß) notwendig. Andere Versicherungsverträge wiederum könnten bei einer anderen Gesellschaft deutlich günstiger abgeschlossen werden.

In Deutschland werden pro Jahr ungefähr 14,5 Milliarden Euro an Versicherungsprovisionen bezahlt. Pro Haushalt bedeutet das durchschnittlich rund EUR 350 bei knapp elf Versicherungsverträgen. Die Provisionen fallen nicht nur bei einem Produktabschluss an, sondern werden auch von den laufenden Beiträgen anteilig berechnet. Es gibt also Einiges an Einsparungspotential im Bereich der Versicherungen.

Nutzen Sie daher die Möglichkeit und überprüfen Sie Ihre Versicherungen regelmäßig auf den tatsächlichen Bedarf und ob es eine vergleichbare Leistung bei einem anderen Anbieter günstiger gibt. Sie sollten daher – ähnlich wie bei den Banken – darauf achten, dass ihr Berater Ihnen eine breite Produktpalette von verschiedenen Anbietern offerieren kann und nicht nur für eine oder wenige Gesellschaften tätig ist.

Doch welche Versicherungen sind im Ruhestand noch wirklich notwendig und welche können Sie getrost kündigen?


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Pflichtversicherungen

Diese Versicherungen sollten Sie in jedem Fall besitzen:

KfZ-Schaden

Wer ein Auto besitzt muss auch eine KfZ-Versicherung abschließen

KfZ-Versicherung

Sofern Sie ein Auto besitzen, muss dieses auch versichert sein. Hier lässt sich Geld sparen, wenn das KfZ schon etwas älter ist und daher von Vollkasko auf Teilkasko oder die reine KfZ-Haft- pflichtversicherung umgestellt wird.

Krankenversicherung

Auch Ruheständler müssen sich krankenversichern. Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung werden innerhalb der Krankenkasse Mitglied in der Krankenversicherung der Rent- ner. Der selbst zu zahlende Beitrag reduziert sich um 50%. Bei privat Krankenversicherten muss der bisherige Beitrag weiter- bezahlt werden. Im Gegensatz zu gesetzlich Versicherten reduziert sich der Beitrag nicht (im Zusammenhang mit den niedrigeren Renten-Einkommen ggü. dem Berufsleben).


Haben Sie Fragen zu diesem oder anderen Finanzthemen? Wir beraten Sie gerne und freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.


Notwendige Versicherungen im Ruhestand

In diese Kategorie fallen empfehlenswerte Versicherungsprodukte.

Haftpflicht

Die Haftpflichtversicherung sichert Sie finanziell ab, wenn Sie andere Menschen oder Gegenstände verletzen oder beschädigen. Beliebt sind Familienversicherungen, die alle in einem Haushalt lebenden Personen mitversichern. Sofern Ihre Kinder mittlerweile ausgezogen sind, lässt sich die Versicherungsprämie womöglich reduzieren, also ein Einzel- oder Partner- statt einem Familienvertrag. Umgekehrt ist es, wenn Sie im Ruhestand zu Ihren Kindern ziehen. Hier sollte geprüft werden, ob Sie sich in der Familienversicherung der Kinder mitversichern können und damit Geld sparen. Wichtig ist auch, die Versicherung in der notwendigen Höhe abzuschließen, 3 bzw. 5 Millionen Euro sind empfehlenswert. Überprüfen Sie auch immer wieder, ob alle notwendigen Bereiche mitversichert sind.

Hausrat

Diese Variante sichert Sie gegen Schäden von in Ihrer Wohnung oder Haus befindlichen Gegenständen oder auch Diebstahl ab. Sie macht daher auch im Ruhestand Sinn. Sie sollten Kaufverträge oder Kassenzettel sicher aufbewahren um im Ernstfall auch gegenüber der Versicherung belegen zu können, wie der Neupreis der zerstörten oder gestohlenen Gegenstände war. Beim Umzug in eine kleinere Wohnung reduziert sich zumeist der Hausrat, weshalb auch hier durch Anpassung der Versicherungssumme Geld gespart werden kann.

Wohngebäude

Als Immobilienbesitzer sollten Sie Ihr Haus ebenfalls absichern. Brände, Blitzschläge oder Wasserrohrbrüche können ansonsten große Schäden verursachen, die aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen. Zeigen Sie auch barrierefreie Umbau- ten oder umfangreiche Renovierungsmaßnahmen bei der Ver- sicherung an, um keine Unterversicherung zu riskieren. Im Schadensfall ersetzt die Versicherung ansonsten womöglich nicht den kompletten Schaden.


Sie möchten Ihre Versicherungen überprüfen lassen? Über renommierte Kooperationspartner lassen wir Ihnen gerne einen unverbindlichen Alternativvorschlag erstellen. Setzen Sie sich dazu einfach mit uns in Verbindung.


Optionale Versicherungen im Ruhestand

Diese Versicherungen sind in bestimmten Fällen empfehlenswert, müssen aber nicht unbedingt vorhanden sein.

Krankenzusatz-Versicherung

Eine Krankenzusatz-Versicherung ist im Ruhestand nicht mehr zwingend erforderlich

Krankenzusatz

Wer sich im Ruhestand für Chefarztbehandlung, Einzelzimmer im Krankenhaus oder umfassenden Zahnersatz sichern möchte, der sollte rechtzeitig eine Krankenzusatzversicherung abschließen. Ein Neuabschluss wird in der Rente sehr teuer sein und die Meisten daher abschrecken. Unsinnig ist die Komponente des Krankenhaustagegelds. Bei Berufstätigen kann dies Einkommenseinbußen mindern, die bei Rentnern und Pensionären jedoch nicht mehr vorkommen.

Pflegezusatzversicherung

Seit dem 01.01.2017 gilt in Deutschland eine neue Regelung zur Feststellung von Pflegenotwendigkeit. Zuvor wurden nur körperliche Beeinträchtigungen zur Beurteilung der Pflegebedürftig herangezogen, mittlerweile werden auch geistige oder psychische Beeinträchtigungen berücksichtigt. Aus den Bewertungen dieser Faktoren erfolgt die Einstufung in fünf verschiedene Pflegegrade, wovon die nachfolgenden Leistungen aus der Pflegeversicherung abhängen (alle Angaben in EUR):

PflegegradAmbulante GeldleistungAmbulante SachleistungAmbulanter (zweckgebundener) EntlastungsbetragVollstationärer Leistungsbetrag
1------125125
2316689125770
35451.2981251.262
47281.6121251.775
59011.9951252.005

Quelle: Bundesgesundheitsministerium (Stand 2017)

Nehmen Sie bei Bedarf Kontakt mit der Pflegekasse oder der privaten Krankenkasse auf. Wichtig ist, dass diese Leistungen rechtzeitig beantragt werden, eine rückwirkende Auszahlung ist nicht möglich. Die gesetzliche Pflegeversicherung kann als eine Art Teilkasko-Versicherung angesehen werden, den kompletten Aufwand deckt sie nicht ab. Die Versorgungslücke kann durchaus EUR 2.500 pro Monat betragen. Eine Pflegezusatzversicherung springt für diese Differenz ein (je nach Ausgestaltung auch nur teilweise!). Interessant ist diese Versicherung für folgende Personengruppen:

  • Sie möchten ein Stück weit absichern, damit Kinder nicht mit dem Elternunterhalt belastet werden.
  • Aber gerade auch, wer keine Angehörigen hat, die ihn pflegen könnten, sollte sich über eine Pflegezusatzversicherung Gedanken machen, da er im Pflegefall definitiv auf fremde Hilfe angewiesen sein wird.
  • Auch kinderlose Paare dürfen das Thema nicht einfach zur Seite schieben: wenn der Partner mit der höheren Rente ins Pflegeheim kommt, ist es für den anderen mit der ge- ringeren Rente oft nicht mehr möglich, die angemietete Immobilie zu halten.
  • Menschen, die den Wunsch haben, möglichst lange zu- hause wohnen zubleiben, sollte den Fokus besonders auf den ambulanten Bereich legen. Indem Sie es sich leisten können, umfassend zuhause gepflegt zu werden, wird der Umzug ins Heim zumindest aufgeschoben.
  • Wer nun meint, er pflege einen besonders gesunden Lebenswandel und hat daher nur ein geringes Pflegerisiko, sei gewarnt: im hohen Alter steigt der Anteil der Pflegebedürftigkeit stark an. Außerdem wurde womöglich aufgrund des hohen Alters mehr Geld aus der Altersvorsorge verbraucht, als bei einem Menschen, der bereits mit 70 Jahren zum Pflegefall wurde.

Es gibt vier Arten von zusätzlichen Pflegeversicherungen

Staatlich geförderte Pflegevorsorge:

Vorteilhaft ist, dass Versicherungsgesellschaften Kunden nicht wegen Vorerkran- kungen ablehnen dürfen. Die Versicherungen sind daher jedoch oft teurer, da die Gesellschaften automatisch einen Risikoaufschlag einkalkulieren. Auch wird die Versorgungslücke mit diesen Versicherungen oft nicht abgedeckt.

Pflegerentenversicherung

Sie ist mit einer Lebensversicherung vergleichbar. Sie hat etwas den Charakter einer Geldanlage, womit stabile Beiträge möglich sind. Die Beitragszahlungen können (vorübergehend) gesenkt werden, was jedoch später die Leistungen im Pflegefall reduzieren. Unabhängig von den tatsächlichen Kosten erhält der Versicherte eine nach Pflegegrad gestaffelte Rente, die steuerfrei ausbezahlt wird. Diese Produkte sind teurer als Pflegetagegeldversicherungen.

Pflegetagegeld

Es wird – abhängig vom Pflegegrad – Geld an den Versicherten ausbezahlt, das aber frei verwendet werden kann. Die Beiträge für die Versicherung müssen später weiterbezahlt werden! Dieses Produkt sollten daher nur Menschen abschließen, die sich auch später noch diese Aufwände leisten können. Falls die Versicherung aus Kostengründen gekündigt werden muss, entfällt der Versicherungsschutz!

Pflegekostenversicherung

Sie wiederum erstattet die tatsächlich angefallenen Kosten von häuslicher oder stationärer Pflege. Sie ist daher deutlich unflexibler als die Pflegerentenversicherung, deren Auszahlungen beliebig verwendet werden können. Anderseits werden die Kosten auch bei Preissteigerung (z.B. durch Inflation) automatisch beglichen.

Wer darüber nachdenkt, seinen Lebensabend im Ausland (insb. außerhalb der EU) zu verbringen, muss unbedingt klären, ob seine Versicherung auch in dem angedachten Wohnsitzland Leistungen erbringt. Schwierig ist die Frage zu beantworten, wann der richtige Zeitpunkt ist, um eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen. In jungen Jahren wird dieses unangenehme Thema meist auf später verschoben. Im Alter ist die Notwendigkeit einer solche Absicherung schon eher vorhanden, nur dann sind die Tarife nur noch teuer (mit entsprechenden Risikozuschlägen) und mit Gesundheitsprüfung abschließbar. Davon abgesehen kann auch ein junger Mensch, z.B. durch Unfall, zum Pflegefall werden.

Rechtschutz

Die Absicherung von rechtlichen Risiken ist überlegenswert. Auch dieser Vertrag sollte regelmäßig überprüft werden: Arbeitsrecht wird überflüssig, durch den Umzug vom eignen Haus in eine Mietwohnung kann der Mieterschutz sinnvoll werden.

Unfall-Versicherung

Unfall-Versicherungen sind im Ruhestand optional

Unfallversicherung

Im Erwerbsleben ist es wichtig, das Unfallrisiko abzusichern. Nach einer schweren Verletzung ist es evtl. nicht mehr (oder nur noch eingeschränkt) möglich, dem bisherigen Beruf nachzugehen. Dies ist mit entsprechenden Gehaltseinbußen verbunden, die durch die Unfallversicherung abgedeckt werden können. Dieses Risiko ist im Ruhestand nicht mehr gegeben.

Allerdings ist noch das Risiko vorhanden, dass Sie nach einem Unfall gehandicapt sind und daher ihr Haus barrierefrei umbauen müssen. Eine Unfallversicherung deckt diese mitunter sehr teuren Baumaßnahmen ab. Sie müssen abwägen, ob Sie entsprechende Risiken absichern möchten. Durch eine Reduzierung der Versicherungssumme lassen sich Beiträge sparen.

Risiko-Lebensversicherung

Dieses Produkt macht nur noch Sinn, sofern Schulden vorhanden sind, um die Familie im Todesfall abzusichern.


Erfahren Sie mehr über uns – lernen Sie die Finanzboutique kennen.


Überflüssige Versicherungen im Ruhestand

Diese Versicherungsprodukte können Sie kündigen – am besten sofort. Mit dem eingesparten Geld ist sicher ein schöner Restaurantbesuch, wenn nicht sogar ein kleiner Urlaub möglich.

Berufsunfähigkeit

Der Versicherungsvertrag läuft nicht zwangsläufig aus, wenn Sie in den Ruhestand gehen (z.B. gerade bei vorzeitigem Renteneintritt). Kündigen Sie die Versicherung daher rechtzeitig.

Sterbegeldversicherung

Eine Sterbegeld-Versicherung wird meistens von Menschen abgeschlossen, die ihre Angehörigen nicht mit ihren Bestattungskosten belasten wollen. Sie ist eigentlich eine kleine Kapitallebensversicherung. Gängige Versicherungssumme sind dabei z.B. EUR 7.500 oder EUR 5.000. Dieser Betrag wird nach dem Tod an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Dafür müssen Sie monatliche Beiträge leisten, wobei das meiste wird gar nicht ange- spart, sondern für Verwaltungs- und Vertriebskosten der Versicherungsgesellschaft verwendet wird.

Oftmals werden Sterbegeldversicherung erst in höherem Alter abgeschlossen, z.B. mit 65 Jahren und einer Laufzeit von 20 Jahren. Bei einer Versicherungssumme von EUR 5.000 werden jedoch über EUR 7.000 an Beiträgen einbezahlt. Besser wäre es, diese Beträge auf einem Tagesgeldkonto anzusparen. Selbst wenn dies gar nicht verzinst würde, bleibt mehr übrig. Die Erben können damit die geplanten Beerdigungskosten bezahlen und es bleiben noch über EUR 2.000 übrig.


 

Versicherungen sparen

Auch im Ruhestand sollten Sie regelmäßig überprüfen, ob Ihre Versicherungsverträge optimiert werden können.

Fazit

Sie sehen, bei Versicherungen besteht viel Optimierungspotential. Selbst wenn Sie für bestimmte Risiken weiterhin den Versicherungsschutz nutzen wollen sollten Sie Ihre Produkte regelmäßig überprüfen lassen. In den meisten Fällen gibt es gute Alternativen. Entweder können Sie die gleiche Leistung zu einem günstiger Preis beziehen. Oder Sie bezahlen zwar die selbe Versicherungsprämie wie bislang, erhalten dafür aber einen umfangreicheren Versicherungsschutz.

Bei Fragen zu diesen Themen sind wir gerne für Sie da. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.

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